Frage an mich: Bin ich authentisch in allen meinen Rollen?

Ich verknüpfe Authentizität mit all meinen Rollen, die ich inne habe:
Ich bin Ehefrau, Tochter, Patentante, Cousine, Nichte, Freundin, Halbschwester und Therapeutin.


Ich halte mich für eine authentische Person, weil ich seit einziger Zeit meinen Weg zu mir gefunden habe.
Ich weiß, wer ich sein will und wer nicht.

Wie bin ich dahin gekommen?
Diese Frage stelle ich mir nun während des Schreibens zum ersten Mal. Über meinen Weg dahin habe ich noch nie nachgedacht.

Lass mich mal darüber nachdenken und reflektieren.

Der Weg zu meiner Authentizität:

Meine unbewussten, mich begleitenden Leitfragen an mich waren und sind immer mal wieder:

  1. Wie kann ich mich selbst am besten leiden?
  2. Was macht mich aus?
  3. Was halte ich von mir?
  4. Werde ich so gesehen, wie ich wirklich bin?
  5. Bleib ich mir treu?

Diese Fragen lassen sich auf alle meine Rollen anwenden.

Zwischenfazit:

Dem Anschein nach habe ich gewisse Vorstellungen von mir.

Ich habe Vorstellungen und Ansprüche an mich in allen meinen Rollen und zwar mich so zu zeigen, wie und wer ich wirklich bin:

Ich wünsche mir von mir, dass

  • ich ehrlich bin
  • auf mich Verlass ist
  • ich verbindlich bin
  • ich mir meine Zuversicht, Enthusiasmus und Optimismus nicht verloren geht.

Meine Authentizität in meinem Beruf als Therapeutin

habe ich mir unbewusst über die vielen

Berufsjahre erarbeitet.

In meinem beruflichen Alltag…

ist es meine Aufgabe, anderen Menschen zu helfen.
Wie wirke ich da authentisch?
Indem ich meinen Patienten zeige, dass ich auch ein Mensch bin. Ich zeige Ihnen das, was mir wichtig ist, dass mir mein Beruf Spaß macht, dass ich mich freue ihnen helfen zu können.
Ich zeige Ihnen, dass ich auch Tage habe, an denen bei mir auch mal nicht alles glatt läuft.

Denn Hand aufs Herz, möchtest du eine polierte, kantenfreie und aalglatte Therapeutin haben?

A.J.

Ich gehe aufrichtig mit Ihnen um. Ich höre Ihnen gerne zu und gehe wertschätzend mit ihnen um. Authentisch bin ich, wenn ich ein Vorbild für meine Patienten bin und das bedeutet, dass ich mit Überzeugung meinen Beruf ausübe. Letztendlich gebe ich mich so, wie ich es von (m)einer Therapeutin erwarten würde. Auch das bedeutet für mich authentisch sein.
Unterm Strich, bin ich tatsächlich so wie ich bin. Und dankbar dafür, dass ich mich beruflich und auch privat nicht verbiegen muss.

Nicht verbiegen hat Konsequenzen

Ich ecke auch mal an. Und reibe mich mit meinen Mitmenschen. Dennoch formt es mich weiter in meiner Authentizität.

Es zeigt mir, dass ich mir treu bleibe!

Antwort an mich: Ja, ich bin in allen meinen Rollen authentisch.

Mein Fazit: Es ist nicht alles rosig, wenn ich authentisch sein möchte! Aber! Authentizität macht mich innerlich zufrieden und glücklich.

Und nun zu dir:

Fragst du dich vielleicht auch gerade, wie authentisch du bist, privat/beruflich?
Erlaubt es dir dein Beruf überhaupt authentisch zu sein?

Kommentiere gerne meinen Artikel. Ich freue mich.

Diesen Artikel habe ich im Rahmen der Blogparade von ROSA PESSL zu Ihrem Thema Authentizität geschrieben. https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-authentizitaet/ Ich bin ihr sehr dankbar für dieses, auch für mich wichtige Thema. Die Auseinandersetzung mit meiner Sicht auf die eigene Authentizität hat mich in meiner persönlichen Entwicklung wieder ein Stückchen weiter gebracht.

5 thoughts on “Frage an mich: Bin ich authentisch in allen meinen Rollen?

  1. Liebe Carmen, ich denke das ist ein Prozess den man sich über die Jahre erarbeitet und aus gewissen Erfahrungen resultiert. Ich tue mich immer noch schwer nicht anzuecken aber es wird immer besser, ich arbeite daran und es tut gut!
    Was die Familie angeht kann ich deine Authentizität nur bestätigen 😌

    1. Liebe Andrea.
      Wie du schreibst es tut gut. Und ja, es ist ein Prozess und manchmal schlage ich auch mal über die Stränge… und dann heißt es wieder die Mitte finden.
      Viele Erfolg und es lohnt sich. 🍀🍀😉

  2. Liebe Carmen, danke für deinen Beitrag. Eine polierte, kantenfreie und aalglatte Therapeutin – da habe ich sofort ein Bild aus dem vorigen Jahrhundert vor Augen. Nö, bitte nicht :). Sich selbst treu bleiben ist ein extrem wichtiger Aspekt.

    1. Liebe Edith,
      deinen Artikel zur Authentizität in Bezug zu Dessous habe ich eben gelesen und ja unser Fragen sind tatsächlich ähnlich. Jetzt habe ich mir zum ersten Mal Gedanken zu meiner Wäsche in Verbindung mit meiner Authentizität gemacht. 😃

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